Allergie oder Erkältung? So erkennst du den Unterschied
Allergie oder Erkältung? So erkennst du den Unterschied
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Laufende Nase, Niesanfälle, Kratzen im Hals – das kann sowohl eine Erkältung als auch eine Allergie sein. Mit ein paar einfachen Merkmalen lässt sich oft gut einschätzen, was dahintersteckt – und welche Behandlung wirklich sinnvoll ist.
Wichtig: Wenn Atemnot, pfeifende Atmung oder starke Beschwerden auftreten, sollte das ärztlich abgeklärt werden.
Schnelltest: Allergie oder Erkältung?
Diese Fragen helfen dir in 30 Sekunden bei der Einordnung:
- Juckt es in Nase oder Augen? → eher Allergie
- Ist der Schnupfen klar und wässrig? → eher Allergie
- Hast du Fieber oder starke Glieder-/Kopfschmerzen? → eher Erkältung
- Dauert es länger als 10 Tage oder kommt jedes Jahr zur gleichen Zeit? → eher Allergie
Unterschiede im Detail: Worauf du achten solltest
1) Nasensekret & Verlauf
- Allergie: meist klar/wässrig, oft plötzlich, wiederkehrend (z. B. bei Pollenflug)
- Erkältung: häufig erst klar, später zäh/gelblich; Verlauf typischerweise 7–10 Tage
2) Juckreiz als Schlüssel-Symptom
Juckreiz in Nase, Rachen oder Augen ist sehr typisch für Allergien – bei Erkältungen kommt er deutlich seltener vor.
3) Fieber & Krankheitsgefühl
- Allergie: kein Fieber, dafür oft Müdigkeit durch schlechte Nächte
- Erkältung: Fieber möglich, häufiger ausgeprägtes Krankheitsgefühl
4) Augen & Niesanfälle
Gerötete, tränende, juckende Augen plus Niesanfälle sprechen stark für eine Allergie – vor allem, wenn die Beschwerden draußen stärker sind.
5) Auslöser & Timing
- Allergie: saisonal (z. B. Frühjahr) oder situativ (z. B. Wiesen, Gartenarbeit)
- Erkältung: oft nach Kontakt mit Erkrankten, im Herbst/Winter häufiger
Was hilft richtig? Behandlung je nach Ursache
Wer Allergie wie Erkältung behandelt (oder umgekehrt), bleibt oft unnötig lange belastet. Diese Orientierung hilft:
Wenn es eher eine Allergie ist
- Antiallergika: helfen gegen Niesen, laufende Nase, Juckreiz
- Augentropfen: bei juckenden/tränenden Augen
- Nasensprays: bei verstopfter Nase (richtige Anwendung ist entscheidend)
- Alltagstipps: abends Haare waschen, Kleidung nicht im Schlafzimmer lagern, gezielt lüften
Zu unseren Antiallergika
Zu Augentropfen bei Allergie
Zu Nasensprays bei Allergie
Wenn es eher eine Erkältung ist
- Schonung & Flüssigkeit
- Nasenspray kurzfristig (abschwellend nur begrenzt)
- Hals & Husten symptomorientiert behandeln
Wichtiger Hinweis
Rezeptpflichtige Medikamente dürfen online nicht verkauft werden. Wenn stärkere Beschwerden bestehen oder eine rezeptpflichtige Therapie nötig ist, beraten wir dich gerne persönlich in unseren Apotheken.
Wann solltest du ärztlich abklären lassen?
- Atemnot, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust
- starke Beschwerden trotz passender Behandlung
- unklare, neue oder sich rasch verschlechternde Symptome
- Verdacht auf allergisches Asthma
Fazit: Ein paar Merkmale sparen dir viele Tage Beschwerden
Juckreiz, wässriger Schnupfen und saisonales Wiederauftreten sprechen eher für Allergie – Fieber und klassischer 7–10-Tage-Verlauf eher für Erkältung. Wenn du unsicher bist, helfen wir dir in der Apotheke bei der passenden Einordnung und Produktauswahl.
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FAQ – häufige Fragen
Kann ich gleichzeitig Allergie und Erkältung haben?
Ja, das ist möglich. Dann können sich Symptome überlagern. Wenn Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder länger anhalten, ist eine Beratung bzw. ärztliche Abklärung sinnvoll.
Warum macht Allergie so müde, obwohl kein Fieber da ist?
Häufig liegt es an schlechten Nächten (verstopfte Nase), gereizten Schleimhäuten und der Dauerbelastung. Auch manche Antihistaminika können Müdigkeit begünstigen.
Woran erkenne ich, dass es eher Allergie ist?
Typisch sind Juckreiz (Nase/Augen), klar-wässriger Schnupfen, Niesanfälle und ein saisonales oder situatives Auftreten (z. B. bei Pollenflug).
Wann sollte ich zum Arzt?
Bei Atemnot, pfeifender Atmung, starken anhaltenden Beschwerden oder wenn der Verdacht auf allergisches Asthma besteht.