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Heuschnupfen bei Kindern – Was Eltern wissen sollten

Heuschnupfen bei Kindern – Was Eltern wissen sollten

Geschätze Lesezeit: 6 Minuten

Heuschnupfen bei Kindern – Was Eltern wissen sollten

Wenn Kinder ständig niesen, sich die Augen reiben oder scheinbar dauerhaft erkältet sind, steckt nicht immer ein Virus dahinter. Auch Heuschnupfen kann bereits im Kindesalter auftreten und wird häufig zu spät erkannt. Eine frühzeitige Einordnung hilft nicht nur, die Beschwerden zu lindern, sondern kann auch verhindern, dass sich die Allergie langfristig ausweitet.

Wichtig: Anhaltende oder starke Beschwerden bei Kindern sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

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Fachlich geprüft von Mag. pharm. Ernst Baurek, Apotheker

Typische Symptome bei Kindern

Kinder können ihre Beschwerden oft nicht präzise beschreiben, weshalb Eltern besonders auf Verhaltensauffälligkeiten achten sollten. Häufiges Niesen – vor allem im Freien – eine klare, wässrige Nase über längere Zeit sowie juckende und gerötete Augen sind klassische Hinweiszeichen. Viele Kinder reiben sich unbewusst mit dem Handrücken von unten an die Nase, was in der Fachsprache als „Allergiker-Gruß" bekannt ist.

Auch weniger offensichtliche Zeichen können auf Heuschnupfen hinweisen: anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsprobleme in der Schule oder ein allgemeines Nachlassen der Leistungsfähigkeit, besonders während der Pollensaison. Wenn sich diese Beschwerden jedes Jahr zur gleichen Zeit wiederholen, spricht das deutlich für eine Pollenallergie.

Allergie oder Erkältung – wie unterscheide ich das?

Diese Frage stellen sich viele Eltern, da die Symptome auf den ersten Blick ähnlich wirken können. Der wichtigste Unterschied ist das Fehlen von Fieber: Heuschnupfen geht in der Regel nicht mit erhöhter Temperatur einher, während eine Erkältung häufig damit beginnt. Auch das allgemeine Krankheitsgefühl fehlt bei der Allergie typischerweise.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Dauer. Eine Erkältung bessert sich meist nach sieben bis zehn Tagen deutlich, während Allergiesymptome über Wochen anhalten und sich an Tagen mit hoher Pollenbelastung verstärken. Ausgeprägte Juckreiz an Augen und Nase ist ebenfalls ein starkes Indiz für eine allergische Reaktion. Eine sichere Diagnose liefert letztlich nur ein Allergietest beim Kinderarzt oder Allergologen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Antiallergika für Kinder

Für Kinder gibt es altersgerechte Antihistaminika in Tropfen- oder Sirupform, die deutlich einfacher zu dosieren sind als Tabletten. Die Wirkstoffdosis muss dabei an Alter und Körpergewicht angepasst werden. Viele Präparate sind ab dem zweiten oder vierten Lebensjahr zugelassen, wobei moderne Wirkstoffe der zweiten Generation wie Cetirizin oder Loratadin auch bei Kindern gut verträglich sind. Eine Beratung in der Apotheke hilft dabei, das passende Präparat und die richtige Dosierung zu finden.

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Augentropfen und Nasensprays

Lokale Behandlungen wirken direkt an der betroffenen Schleimhaut und sind oft besonders gut verträglich, weil sie kaum systemisch wirken. Bei geröteten, juckenden Augen helfen antiallergische Augentropfen, bei verstopfter oder laufender Nase können spezielle Kinder-Nasensprays eingesetzt werden. Wichtig ist dabei stets, die Altersfreigabe des jeweiligen Präparats zu beachten und auf die korrekte Anwendungstechnik zu achten.

Zu Augentropfen bei Allergie
Zu Nasensprays bei Allergie

Immuntherapie bei Kindern

Auch bei Kindern kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) sinnvoll sein, wenn die Beschwerden stark sind oder sich von Jahr zu Jahr verschlimmern. Sie ist die einzige Behandlung, die die Ursache der Allergie angeht, und kann das Risiko eines sogenannten Etagenwechsels deutlich reduzieren – also der Ausweitung der Allergie auf die unteren Atemwege und die Entstehung von allergischem Asthma. Ein Allergologe beurteilt, ob und ab welchem Alter diese Therapie geeignet ist.

Wichtiger Hinweis

Rezeptpflichtige Medikamente dürfen online nicht verkauft werden. Bei stärkeren Beschwerden beraten wir dich gerne persönlich in unseren Apotheken.

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Alltagstipps für Eltern

Neben der medikamentösen Therapie können einfache Maßnahmen im Alltag die Pollenbelastung für Kinder spürbar senken. Es empfiehlt sich, die Haare des Kindes abends zu waschen, da sich Pollen tagsüber darin ansammeln und sonst ins Kissen gelangen. Getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden, und bei starkem Pollenflug ist es ratsam, die Fenster geschlossen zu halten. Besonders wichtig ist ausreichend Schlaf, da Schlafmangel die Immunreaktion verstärken und Symptome intensivieren kann.

Wann sollten Eltern ärztlich abklären lassen?

Leichte saisonale Beschwerden lassen sich oft gut mit apothekenpflichtigen Mitteln behandeln, allerdings gibt es Situationen, in denen ein Arztbesuch dringend empfohlen wird. Dazu gehören Atemnot oder pfeifende Atmung, starke Müdigkeit mit deutlichem Leistungsabfall sowie der Verdacht auf allergisches Asthma. Auch wenn sich Symptome von Jahr zu Jahr verschlechtern oder bisherige Maßnahmen nicht ausreichend helfen, sollte ein Kinderarzt oder Allergologe aufgesucht werden.

Fazit

Heuschnupfen kann auch Kinder erheblich belasten und ihre Lebensqualität sowie Leistungsfähigkeit in der Schule beeinträchtigen. Eine frühzeitige Erkennung und die passende Behandlung machen einen großen Unterschied – und können langfristig verhindern, dass aus einer Pollenallergie ein Asthma wird. Unser Apothekerteam berät dich und dein Kind gerne persönlich.

Zur Kategorie Allergie & Heuschnupfen

FAQ – Heuschnupfen bei Kindern

Ab welchem Alter kann Heuschnupfen auftreten?

Allergien können bereits im Kleinkindalter beginnen, treten aber häufig im Schulalter erstmals deutlich auf. Mit zunehmendem Alter kann die Sensibilisierung gegenüber weiteren Allergenen zunehmen, weshalb eine frühzeitige Diagnose wichtig ist.

Wie unterscheide ich Heuschnupfen von einer Erkältung bei Kindern?

Bei Heuschnupfen fehlt in der Regel Fieber, der Juckreiz ist ausgeprägt und die Beschwerden treten saisonal oder bei Pollenbelastung auf. Eine Erkältung bessert sich typischerweise nach sieben bis zehn Tagen, während Allergiesymptome über Wochen anhalten können.

Kann sich eine unbehandelte Allergie verschlimmern?

Ja. Unbehandelte Allergien können sich ausweiten, neue Sensibilisierungen entstehen und das Risiko für allergisches Asthma erhöhen. Frühzeitige Behandlung schützt vor diesem sogenannten Etagenwechsel.

Sind Antiallergika für Kinder sicher?

Ja, wenn sie altersgerecht dosiert und entsprechend der Packungsempfehlung angewendet werden. Viele Antihistaminika sind ab dem zweiten oder vierten Lebensjahr in Tropfen- oder Sirupform zugelassen und gut verträglich.